Bundeskonferenz 2015

"Wem gehört das Abendland?"

2015 beschäftigten uns zahlreiche emotional aufgeladene Diskussionen, die bis heute anhalten. Eine hitzige Debatte um die vermeintliche Islamisierung Europas verdeutlichte, wie weit wir von der Gesellschaft entfernt sind, die Vielfalt als Wert anerkennt und sich gegen jegliche Art von Menschenfeindlichkeit einsetzt.

Im Rahmen des Bundeskongresses trafen sich 100 engagierte junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren im Auswärtigen Amt, um gemeinsam an drei Tagen in Workshops kreative Ideen und Strategien zur Stärkung des Zusammenhalts in der Einwanderungsgesellschaft zu entwickeln. Schwerpunkt war die Auseinandersetzung mit den Thesen und Positionen derer, die zu spalten versuchen. Wir dagegen haben das Thema „Vielfalt als Wert“ in Deutschland konstruktiv diskutiert und eine Haltung formuliert, die einem Einwanderungsland im Herzen Europas des 21. Jahrhunderts entspricht.

Anlässlich des Bundeskongresses wurde eine repräsentative Studie der Forschungsgruppe JUNITED veröffentlicht, die die Einstellungen junger Menschen gegenüber Muslimen und Vielfalt erfasst hat. Mit den Ergebnissen beschäftigen sich die Teilnehmenden der JIK. Unter dem Titel „Deutschland postmigrantisch II – Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Gesellschaft, Religion und Identität“ haben Dr. Naika Foroutan und ihre Forschungskollegen bundesweit Einstellungen junger Menschen zwischen 16 und 25 Jahren gegenüber Muslimen, der Pluralisierung der Gesellschaft und dem Wandel nationaler Identitäten erhoben.

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