Bundeskonferenz 2017

Den Dialog flicken – Wege zurück zu Meinungsvielfalt & Gesprächskultur

Die vergangenen zwei Jahre wurden dominiert von Schlagwörtern wie „Flüchtlingskrise“, „Willkommenskultur“, von Debatten um gesellschaftlichen Zusammenhalt, von grenzenloser Hilfsbereitschaft auf der einen und Protesten und verbalen sowie physischen Gewaltausbrüchen auf der anderen Seite. Die Reaktionen auf die Aufnahme von Geflüchteten, als auch hochgeschaukelte, diffuse Ängste vor Muslimen und einer vermeintlichen „Islamisierung“ Deutschlands machen deutlich, dass wir uns von einer offenen Gesellschaft und von einem respektvollen Umgang miteinander weiter entfernt haben. Die demokratische Dialogkultur hat in Zeiten von „hate speech“, „fake news“ auf Social-Media-Kanälen, Stigmatisierungen und verbalen Pöbeleien massiven Schaden genommen.

Eine gesellschaftliche Verständigung zwischen den einen und „den anderen“ gelingt nicht. Der Diskurs ist kaputt und mündet in verbale Entgleisungen oder in Schweigen. Aber warum eigentlich? Und wie können wir den Dialog wieder „flicken“?

Es scheint momentan kein Patentrezept zu geben, den Dialog in Gang zu bringen. Wir brauchen unterschiedliche Perspektiven und den Austausch.  Dazu gehört auch, sich selbst zu reflektieren, aktiv zu werden und in den Dialog zu treten.

Im März trafen sich 40 engagierte junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren, die gemeinsam an drei Tagen in verschiedenen Sessions unter der Überschrift „Den Dialog flicken. Wege zurück zu Meinungsvielfalt & Gesprächskultur“ miteinander diskutierten und selbst aktiv wurden. Der Dialog startet.

Training & Coaching: Die Teilnehmenden trafen auf Expert*innen, aber auch auf Macher*innen, die einen breiten Zugang zur Thematik und der Fragestellung ermöglichten. Neben einem wissenschaftlichen Input durch verschiedene Expert*innen und dem gemeinsamen Austausch, gaben Aktivist*innen, Blogger*innen inspirierende und motivierende Einblicke in ihre Arbeit um Teilnehmende zum eigenen Aktivwerden zu inspirieren.

Spannendes Netzwerk: Es lernten sich 40 junge Engagierte kennen, die sich bundesweit vernetzten. Das Netzwerk der Jungen Islam Konferenz besteht mittlerweile aus mehr als 450 jungen Menschen.

Du möchtest mehr wissen?
Melde Dich bei Interesse und Fragen gerne bei Tarek.

Speaker*innen

  • Riem Spielhaus

    Islamwissenschaftlerin Georg-August-Universität Göttingen

    #bk2017

  • Kübra Gümüşay

    Journalistin / Bloggerin

    #bk2017 #hh #jik2017

  • Ingrid Brodning

    Journalistin / Autorin

    #bk2017

  • Frank Richter

    Theologe / Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen (2009 - 2017)

    #bk2017

  • Bekim Agai

    Islamwissenschaftler / Direktor von AIWG

    #bk2017

  • Aydan Özoğuz

    Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (2013 - 2018) / MdB und Vorstand der SPD

    #bk2017

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