Richtig solidarisch?! Chancen, Herausforderungen und Grenzen

Richtig solidarisch?! Chancen, Herausforderungen und Grenzen

Solidarisch sein – klingt einfacher als es manchmal in der Umsetzung sein kann.

Hält man zusammen aufgrund gleicher Überzeugungen und geteilter Werte oder ist es ein Gefühl von Zusammengehörigkeit, das die Menschen füreinander Eintreten lässt? Wie kann man*frau “richtig solidarisch” sein? Und gibt es vielleicht auch Grenzen der Solidarität?

Mit diesen und weiteren Frage beschäftigen wir uns in der gemeinsamen Veranstaltung der Jungen Islam Konferenz (JIK) und Minor. Nach einem theoretischen und philosophischen Einblick in das Thema “Solidarität in Praxis” beschäftigen wir uns in kleineren Workshop-Gruppen mit konkreten Ereignissen und Solidaritätsbewegungen in Deutschland – Halle/Hanau, digitale Solidarität(en) und (Un)Solidarität in den feministischen Bewegungen.

Keynote: Dr. Serhat Karakayali (Berliner Institut für empirische Integrations-
und Migrationsforschung)

WS 1 Solidarität(en)und Resilienz – was uns stark macht
– mit Naomi Henkel-Gümbel (Nebenklägerin im Halle-Prozess) 

Der Umgang mit anitisemitischen und/oder rassistischen alltäglichen Erfahrungen oder auch die terroristischen Anschläge wie in Halle, Hanau, Mölln usw. fordern die direkt Betroffenen heraus ihr Leben neu zu gestalten. Sie müssen lernen mit Verlusten, Ängsten und Unsicherheiten zu leben. Dabei hilft auch Engagement und die Erfahrung von Solidarität. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Engagement von Überlebenden der Anschläge von Halle und Hanau. Dies nehmen wir zum Ausgangspunkt um zu überlegen, was jede*r von uns tun kann, um Solidarität zu leben.

WS 2: Solidarität(en) in digitalen Räumen
Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank) angefragt

WS 3: (Un)Solidarität in den feministischen Bewegungen
– mit Saboura Naqshband (Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) & Nadija Samour (Anwältin)

Es wird angenommen, dass Feminist*innen im Allgemeinen die gleichen Interessen vertreten und gleiche Rechte für sich einfordern. Dabei wird oft vergessen, dass „Frauen“ aus den unterschiedlichsten Gruppen kommen und mit gemeinsamen, aber auch unterschiedliche Problemlagen konfrontiert sind. Wie solidarisch verhalten sich also beispielsweise Cis-Frauen gegenüber LGBTIQ? Inwiefern werden muslimische Feminismen von weißen Feminist*innen mitgedacht bzw. ausgeschlossen? Wie wirken sich rassistische Debatten und Diskurse des Mainstreams auf die Solidarität unter Feminist*innen aus? Diesen Fragen werden wir gemeinsam mit den Teilnehmenden nachgehen, und ein Toolkit für Solidarität entwickeln.

Datum: 28.01.2021
Zeitraum: 15:45 – 19:15 Uhr
Ort: Online (Zoom)

Als Dialogforum für junge Menschen greift die Junge Islam Konferenz Fragen zu einem konstruktiven und gleichberechtigten Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft auf. Die JIK behandelt Themen wie Pluralität und Zugehörigkeit, leistet Bildungsarbeit und ermöglicht Perspektivwechsel zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Erfahrungen.
Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung wird von einem interdisziplinären und interkulturellen Team getragen. Vielfältig, engagiert und wissenschaftlich fundiert arbeiten wir mit und für gesellschaftlich marginalisierte Gruppen. Wir sind bundesweit und transnational aktiv in der Forschung, Programm- und Projektberatung, Weiterbildung, Netzwerkarbeit und Modellprojektentwicklung.

Informationen zu Impulsvorträgen und Workshops folgen in Kürze. 

Anmeldung bis zum 24.01.2021 per Mail an
Tanja Berg <t.berg@minor-kontor.de> oder
Seren Başoğul <s.basogul@j-i-k.de>
mit dem Inhalt: Vorname & Nachname, dein Wunsch-Workshop und deine Antwort auf folgende Frage “Welche Solidarität hat dich beeindruckt und warum?”

Anmeldebestätigungen werden am 25.1.2021 verschickt.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Stiftung Mercator.

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