M.AKA 2021

2021 starteten wir erstmalig mit der JIK Medienakademie. Die Idee dahinter: Islam und Muslim*innen werden in den Medien häufig stereotyp dargestellt. Von diesem Medienbild fühlen sich besonders junge Muslim*innen nicht repräsentiert. Das liegt vor allem daran, dass wir häufig nur die Perspektive derjenigen lesen und hören, die nicht selbst von den ausgrenzenden Diskursen betroffen sind. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, bei der M.AKA 2021 speziell muslimisch-gelesene Menschen aus unserem Netzwerk ein Jahr lang intensiv zu begleiten. Das Ziel: Den Umgang mit Presse und Medien erlernen und zugleich selbst redaktionell tätig werden. Das Ergebnis ist ein eigenes Magazin, das im Februar 2022 veröffentlicht wurde.

Das Printmagazin „Rauschen“

Rauschen. Viele denken bei dem Wort direkt an Meeresrauschen. Oder vielleicht auch an das Radiogerät in der Küche, das manchmal die Sender nicht findet. Ein gleichmäßiges, anhaltendes, aber dumpfes Geräusch. Ein ungewöhnlicher Titel für ein Magazin von jungen Muslim*innen finden Sie? Wir haben uns als M.AKA-Redaktion für diesen Titel entschieden, weil muslimische Stimmen im öffentlichen Diskurs wie ein bloßes Hintergrundrauschen wahrgenommen werden. Man nimmt sie wahr, aber wirklich hörbar sind sie nicht. Wir wollen mit diesem Bild brechen. Einen Stimmenbruch darstellen. Unser Anspruch mit diesem Magazin ist es, neun junge, muslimische Stimmen im Diskurs über Islam und Muslim*innen in Deutschland, über Vielfalt und Teilhabe hörbarer zu machen. Sie an diesen Diskursen teilhaben zu lassen, anstatt nur über sie zu sprechen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Die Mentor*innen

Natascha Roshani

Natascha ist Herausgeberin und Blattmacherin des Dummy Magazins und schreibt regelmäßig für den Fluter, das Magazin der BpB. In ihrem Leben davor hat sie Dokumentationen fürs Fernsehen gedreht und als Reporterin und Redakteurin für Sender wie n-tv und Sat.1 gearbeitet.

Cem Bozdoğn

Cem Bozdoğn ist Redakteur und Formatentwickler u.a. für Karakaya Talk (funk), WISO (ZDF) und Deutschland3000 (funk). Als freier Journalist schreibt er u.a. für Der Freitag und die taz.

Die Teilnehmer*innen der M.AKA 2021

Bensu (22) liebt jegliche Gerichte mit Nudeln, powert sich gerne beim Tischtennis, Badminton und Basketball aus und braucht keinen Spiegel, um sich zu schminken. Aktuell macht die gebürtige Berlinerin ein Vollzeitpraktikum in einer Anwaltskanzlei.

Maryam (25) hat viel Freude am kreativen Arbeiten, malt daher gerne mit Wasserfarben oder designt Social Media Inhalte. Sie liebt Haselnusseis und Pizza – die sie gerne auch selbst macht. Sie studiert an der Uni Bonn Soziologie, wohnt aber – danke Corona – noch in Hamburg.

Tuba-Rahmann (23) mag keine Schlangen, dafür Pandas und Deeptalk. Irgendwann würde sie gerne mal nach Ghana reisen. Sie studiert islamische Theologie in Tübingen.

Ahmad (26): wohnt in Marburg, wo er Neurowissenschaften studiert. Er isst besonders gerne das arabische Gericht Molokhiye, hat eine Hundephobie, mag dafür aber Katzen und singt sehr gerne.

Ademir (25): isst nicht gerne Eis und bekommt überall eine Reisemelancholie, außer wenn er in Bosnien ist. In Berlin ist er zuhause. Er tanzt gerne und spiel Impro-Theater. Ademir ist Jurist und promoviert gerade in Verfassungsrecht.

Lamja (22): lacht über ihre eigenen Witze als erste, liebt Hitze und will vielleicht auch deswegen unbedingt mal nach Indonesien. Um sich zu entspannen, tanzt sie und Käsekuchen mag sie am liebsten. In Koblenz studiert sie Psychologie und Soziologie.

Khaled (23): studiert in Leipzig Soziologie und verbrachte seine bisherige Corona-Zeit mit der Suche nach der perfekten Eierschecke (gefunden in Pirna). Sein nächstes Corona-Projekt: Haare lang wachsen lassen und Dostojewski lesen.

Nuriani (28): ihre Freund*innen beschreiben sie als herzlich und abenteuerlustig. Sie ist ein Katzen-Fan, reist gerne in die Berge und mag Möhrenkuchen und Lasagne am liebsten. Der beste Kinderfilm war für sie Mulan.

Nursima (23):  studiert Erziehungs- und Islamwissenschaft in Köln und beschäftigt sich dabei vor allem mit Medienpädagogik in der interkulturellen Jugendarbeit. Sie liebt Eis und hat eine Schwäche für Andalusien.

Ansprechpartnerinnen für die Medienakademie sind Theresa Singer und Seren Başoğul.