Narrative Change Academy

Narrative Change Academy – The JIK goes Europe

Polarisierende, rassistische und islamfeindliche Einstellungen und Diskurse stellen in vielen europäischen Gesellschaften eine große Herausforderung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar. Die Junge Islam Konferenz wirkt diesen fortan mit der Narrative Change Academy europaweit entgegen. Dabei steht konkret das Thema Islam in Europa sowie damit einhergehende Fragen der Mitgestaltung einer postmigrantischen Gesellschaft im Fokus. An der Akademie teilnehmen können vorerst junge Menschen zwischen 17-27 Jahren aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Ihre Herkunft, Religion und Positionierung — von Rassismus Betroffene*r oder Verbündete*r —spielen dabei keine Rolle.

Wir gestalten das postmigrantische Europa von Morgen.

Über die Academy

Junge Europäer*innen erwerben als Academy-Teilnehmende Kompetenzen im Bereich der strategischen Kommunikation, insbesondere der digitalen Kampagnenarbeit, um sich für unsere Vision einer offenen, postmigrantischen und rassismuskritischen Gesellschaft einzusetzen. Der Academy- Pilotjahrgang startet im April 2022 und wird bis September 2024 laufen. Gemeinsam mit Expert*innen entwickeln Teilnehmer*innen nach dem Narrative-Change-Ansatz eine digitale Kampagne, die aus fesselnden Geschichten in Form von Bild-, Text- und Videomaterialien besteht.

Die ausgebildeten Narrative-Change-Botschafter*innen sind der Start eines europäischen, postmigrantischen Alumni-Netzwerks, das Jahr für Jahr wächst und langfristig dazu beiträgt, eine breitere Präsenz werteorientierter, postmigrantischer, inklusiver Narrative europaweit zu ermöglichen.

Fellows

Kübra Sariyar

„Hi, ich heiße Kübra Sariyar, beginne meinen Master in Europäischer Medienwissenschaft. Im Narrative Change Approach erkenne ich die Chance, Wissen in etwas Greifbares umzuwandeln und erhoffe mir, dass der aufsuchenden Arbeit Neugier und Vertrauen entgegengebracht wird. Besonders freue ich mich auf die experimentierfreudige Herangehensweise.“

David Bakum

„Hallo, ich bin David und studiere Theater & Film in Edinburgh. Ich schätze die JIK als Empowerment-Raum für viele junge Muslim*innen in Deutschland und möchte als Ally unterstützen. Durch das Erlernen des Narrative Change Approach, freue ich mich auf die Gestaltung eines Kampagnenkonzepts, das die Visionen der JIK europaweit realisieren soll!“

Was ist der Narrative Change Ansatz?

Der Narrative Change-Ansatz richtet sich an die „bewegliche Mitte“ und legt den Fokus auf Werte, Sorgen und persönliche Geschichten. Diese bilden eine wichtige Basis für echten Dialog und damit ein demokratisches Miteinander. Die Mitte der Gesellschaft zeichnet sich durch fehlende Beteiligung an Migrationsdiskursen aus, hat Bedenken bezüglich der wachsenden Ungleichheit und ist damit potenziell anfällig für populistische Gedanken und die dazugehörige Rhetorik.

Zu den Kooperationspartner*innen gehören das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Connecting Europe, ein europäisches Programm des European Policy Centre.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung durch das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin wird eine Publikation entstehen. Roundtables mit Entscheidungsträger*innen auf nationaler und europäischer Ebene machen die Ergebnisse der Kampagnenarbeit sichtbarer und runden das Akademieprogramm ab.

Die Akademie wird von der Allianz Kulturstiftung und der Stiftung Mercator gefördert.. Ansprechpartnerin für die Narrative Change Academy ist Jasemin Seven