Unerzählte Geschichten des Miteinanders

Unerzählte Geschichten des Miteinanders

Der Open Call für den Jahrgang 2026 ist jetzt geöffnet.

Muslimisch-Jüdische Allianzen und Erinnerungskultur

Geschichten von muslimisch-jüdischen Allianzen und einer multiperspektivischen Erinnerungskultur finden aktuell wenig Raum. Seit dem 7. Oktober 2023 und dem fortdauernden Leid haben auch die Spaltungen in Deutschland weiter zugenommen. Die Diskussionen sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Privaten sind von verhärteten Fronten und Feindbildern, aber auch Ohnmacht und Verzweiflung geprägt. Die Frage, was und wer öffentlich erinnert wird, ist dabei Gegenstand heftiger Diskussionen und hat einen großen Einfluss auf unsere Gegenwart, unseren aktuellen politischen Diskurs und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit dem Projekt Unerzählte Geschichten des Miteinanders möchten wir dort ansetzen und durch eine Reise in die Geschichte muslimisch-jüdischen Verbindungen mehr Sichtbarkeit verschaffen.

Open Call Jahrgang 2026

Worum geht es?

Hast du Interesse, Geschichten muslimisch-jüdischer Allianzen mit Bezug zur Shoah zu erforschen und sichtbar zu machen? Möchtest du in muslimisch-jüdischen Tandems eine Ausstellung mitgestalten, die in Sachsen-Anhalt zu sehen sein wird?

Dann bewirb dich bei unserer Akademie – jetzt in der zweiten Runde! In diesem Jahr begleiten dich nicht nur Expert*innen und Mentor*innen, sondern auch Alumni des ersten Jahrgangs: junge Menschen, die selbst durch diesen Prozess gegangen sind und ihre Werke und Erfahrungen mit dir teilen.

Wir begleiten dich und sieben weitere Teilnehmer*innen dabei, Exponate zu entwickeln, die vergessene und verdrängte Geschichten muslimisch-jüdischer Allianzen zum Gegenstand haben. Deine Ideen kannst du in den Bereichen Kreatives Schreiben und Bildende Kunst realisieren – zum Beispiel als Fotografie, Malerei, Skulptur, Collage, Installation oder andere Formate.

Für wen?

Junge Menschen zwischen 17 und 27 Jahren, die sich als muslimisch oder jüdisch verstehen bzw. identifizieren – und Lust haben, sich künstlerisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Kreative Vorerfahrung ist willkommen, aber kein Muss. Wichtig ist die Bereitschaft, gemeinsam mit anderen etwas zu schaffen und sich auf das Thema einzulassen. Du solltest an den zwei Präsenz-Wochenenden in Berlin dabei sein können – die genauen Termine findest du im Zeitplan unten.

Wir freuen uns besonders über Bewerbungen aus Sachsen-Anhalt!

Für Minderjährige (unter 18) ist die Teilnahme mit Einverständnis einer erziehungsberechtigten Person möglich – wir kümmern uns um alles Weitere.

Wie bewerben?

Allein oder als muslimisch-jüdisches Duo – mit oder ohne konkrete Projektidee.
Deine Bewerbung kannst du einreichen als:

  • kurzes Video (bis ca. 2–3 Minuten), in dem du dich und dein Interesse vorstellst, oder
  • schriftliche Bewerbung mit ein paar Sätzen zu dir und warum dich das Thema bewegt.

Eine fertige Idee brauchst du nicht – es geht uns darum, wer du bist und was dich antreibt.
👉 Bewerbungsfrist: 21. Juni 2026: Zur Bewerbung

Was erwartet dich?

Die Akademie läuft von Juli 2026 bis März 2027 – mit zwei analogen Wochenenden in Berlin, regelmäßigen digitalen Sessions mit Mentor*innen und Expert*innen sowie einem gemeinsamen Besuch der Alumni-Ausstellung in Halle im Oktober. Am Ende werden eure eigenen Werke in zwei Städten in Sachsen-Anhalt ausgestellt.

Zeitplan auf einen Blick:

  • 3.–5. Juli 2026: Kick-off-Wochenende in Berlin
  • 7.–9. August 2026: Input-Wochenende in Berlin – u.a. mit Teilnehmenden aus dem Jahrgang 2025
  • Juli 2026 – März 2027: Digitale Sessions mit Mentor*innen und Expert*innen (Abendtermine, ca. 2 h)
  • Oktober 2026: Besuch der Alumni-Ausstellung in Halle (Saale)
  • 2027: Eure Werke werden in Dessau und Magdeburg ausgestellt (Frühling/Herbst)

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen vor Ort – ihr werdet also nicht nur eine Ausstellung schaffen, sondern Teil eines wachsenden Netzwerks sein.

Was übernehmen wir?

  • Reise, Unterbringung und Verpflegung zu den Wochenenden und Ausstellungen
  • Materialkosten für eure Projekte
  • Bedarfe zu Barrierefreiheit und Ernährung könnt ihr bei der Bewerbung angeben

Bei Fragen kannst du dich gerne bei Hümeyra melden.

© Sarah Estio

Jahrgang 2025

Was wird erinnert, welche Perspektiven kommen vor und wer entscheidet darüber? Wie kann eine kollektive Erinnerungskultur entstehen, die das Persönliche, Individuelle des Erinnerns nicht ausblendet, sondern einschließt? Die vier jüdischen und vier muslimischen Teilnehmenden des ersten Projektjahrgangs haben darauf jeweils eigene Antworten und Formen der Auseinandersetzung gefunden und damit eine Ausstellung kuriert.

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Die Veranstaltung wird gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie.