Jahrgang 2025

Im Rahmen des Akademie-Programms Unerzählte Geschichten des Miteinanders. Muslimisch-Jüdische Allianzen und Erinnerungskultur haben vier jüdische und vier muslimische Teilnehmende zu muslimisch-jüdischen Allianzen geforscht und sich mit Erinnerungskultur auseinandergesetzt. Was wird erinnert, welche Perspektiven kommen vor und wer entscheidet darüber? Wie kann eine kollektive Erinnerungskultur entstehen, die das Persönliche, Individuelle des Erinnerns nicht ausblendet, sondern einschließt?

In künstlerischen Beiträgen haben die Teilnehmenden darauf jeweils eigene Antworten und Formen der Auseinandersetzung gefunden und damit eine Ausstellung kuriert.

Die Ausstellung nimmt die Besucher*innen mit zu vergessenen, verschwiegenen, überschriebenen muslimisch-jüdischen Verbindungen. Sie erzählt von gesellschaftlichen Schieflagen, von Freundschaften und flüchtigen Begegnungen, von Kontinuitäten und Brüchen, und wirft dabei Licht auf das, was in der Auseinandersetzung mit muslimisch-jüdischen Beziehungen weniger berücksichtigt wird. Die Ausstellung setzt sich zusammen aus Installationen, Kompositionen, Skulpturen und Arbeiten in Text, die in verschiedenen Kollaborationen miteinander in Beziehung treten.

Die Ausstellung war vom 04.12. bis zum 31.12.2025 im Garagen-Campus in der Kulturhauptstadt Chemnitz zu sehen.

Mit Arbeiten von Hicham Rhannam, Dawud Yildirim, David Bakum, Edna Al-Najar, Mahmoud Tahawi, Jonathan Penzkofer, Shir Shoval-Simhoni und Rachel Blokh. Das Projekt wurde von einem muslimisch-jüdischen Mentor*innen-Duo aus Anna Lublina und Armin Begić begleitet.

Die Mentor*innen

© privat

Armin Begić

Armin Begićs (er/ihn) Expertise umfasst die Bereiche Antidiskriminierungsarbeit, muslimisch-jüdisches Lernen, Genozidforschung, politische Bildung sowie Religion, Race und Gender. Armin betreut bei uns im Team das Projekt „Unerzählte Geschichten des Miteinanders: Muslimisch-jüdische Allianzen und Erinnerungskultur“. Im Rahmen der Akademie ist Armin als Teil unseres Duos Ansprechperson, Begleitung und Experte zum Thema muslimisches Leben. Zudem agiert er als inhaltlicher Mentor für die Teilnehmer*innen.

© Eden Jetschmann

Anna Lublina

Anna Lublina (they/them) konzentriert sich als interdisziplinär*e Performance-Künstler*in, Pädagog*in und Dramaturg*in auf Beziehungen zwischen Menschen, Objekten und Umgebungen. Als Kind sowjetisch-jüdischer Einwanderer fühlt Anna sich von der Diaspora als kreativem Format und antinationaler politischer Orientierung angezogen. In der Akademie ist Anna als Teil des Duos zweite Ansprechperson, Begleitung und Expert*in zum Thema jüdisches Leben. Zudem agiert Anna als künstlerische Mentor*in für die Teilnehmer*innen.