Medienakademie

Neue Narrative, Neue Perspektiven

Islam und Muslim*innen sind laufend Gegenstand von medialer Berichterstattung. Nicht selten kommt es dabei zu stereotypen Darstellungen, durch die sich junge Muslim*innen falsch repräsentiert fühlen. Ein Grund dafür ist, dass wir häufig nur die Perspektive derjenigen lesen und hören, die nicht selbst von den ausgrenzenden Diskursen betroffen sind. Aus diesem Grund haben wir 2021 die Medienakademie gestartet.

Für die Medienakademie 2022 haben wir den Fokus erweitert. In diesem Jahr gibt es drei Schwerpunktbereiche: Fotografie, Video/Film und journalistisches Schreiben, die jeweils von einem*einer Mentor*in angeleitet werden.

Die M.AKA 2022 findet in Kooperation mit der Berlin University Alliance im Projekt RePLITO statt. Das Thema ist: Kulturellen Praktiken in einer postmigrantischen Gesellschaft wertschätzen und im Zusammenleben neu denken. In der Konzeption und Umsetzung ihrer eigenen Projekte werden die Netzwerkmitglieder sechs Monate von ihren Mentor*innen begleitet. Die erarbeiteten Beiträge werden beim öffentlichen Abschlussevent am 8. September 2022 in Berlin präsentiert.

Aktuell läuft die M.AKA 2022. Für die M.AKA 2023 können sich JIK Netzwerkmitglieder ab Februar 2023 bewerben.

Die Mentor*innen:

Benjamin Kahlmeyer (Video/Film)

Benjamin Kahlmeyer studiert Philosophie und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Es folgen Praktika beim Spiel- und Dokumentarfilm, Arbeit als Tonmann, Regie- und Produktionsassistent. Von 2005 bis 2011 studiert er an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fachbereich Dokumentarfilm. Seine Abschlussarbeit Meanwhile in Mamelodi wird auf internationalen Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet. Inzwischen arbeitet Benjamin als freier Autor, Filmemacher und Fotograf mit Sitz in Berlin. Als Mitbegründer der interaktiven Webvideo-Plattform Hyperbole TV wird er 2015 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Mit seinen Kurzfilm EISEN gewinnt er im selben Jahr die Goldene Taube auf dem DOK Leipzig Filmfestival. 2018 erhält er den Grimme Preis für seine maßgebliche Mitarbeit als Regisseur und Kameramann an der dokumentarischen Webserie GERMANIA.

Nabila Abdel Aziz (journalistisches Schreiben)

Nabila Abdel Aziz, studierte Islamwissenschaften und Sozialanthropologie und arbeitet als Journalistin zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus, Kultur und Religion. Sie ist Kuratorin des AusArten-Festivals und Mitbegründerin des BLIQ-Journal, einem medienkritischen Online-Journal, das die deutsche Berichterstattung über Muslim:innen, Schwarze Menschen, Sinti:ze und Rom:nja, Jüdinnen und Juden, People of Colour (PoC) und andere Minderheiten beobachtet und ergänzt. Als freie Journalistin arbeitet sie u.a. für den Bayerischen Rundfunk, Deutschlandfunk Kultur und die Süddeutsche Zeitung.

Julius Matuschik (Fotografie)

Julius ist auch ein Kopf hinter moinundsalam.de. Mit seiner Arbeit widmet er sich der Verbindung von transkulturellem und konstruktivem Journalismus mit neuen Narrativen des Visual-Storytellings. Dabei befasst er sich verstärkt mit sozial-dokumentarischen Themen, insbesondere in der MENA-Region. Seit 2013 dokumentiert er immer wieder fotografisch den Islam in Deutschland. Aktuell ist er Praxisfellow an der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG), wo er sich mit der visuellen Repräsentation von Islam und Muslim*innen in der Bildberichterstattung deutschsprachiger Medien auseinandersetzen kann.

Die Teilnehmer*innen der Medienakademie 2022:

Amani | Fotografie

Anile | Journalistisches Schreiben

Atahan | Journalistisches Schreiben

Irem | Fotografie

Jess | Journalistisches Schreiben

Loubna | Film

Nada | Journalistisches Schreiben

Yasemin | Fotografie

© Julius Matuschik
Die Teilnehmer*innen der ersten Medienakademie 2021